Der Clowns & Clowns e.V. flirtet mit der Wissenschaft

 

Clowns & Clowns e.V. präsentierte:

Unser erster Fachtag "Kreative Begleitung von Menschen mit Demenz in Seniorenpflegeheimen" vom 7. November 2009  

 Mit dem großem Anliegen, die Potentiale der Gesundheitsclownerie aufzuzeigen, sowie den kreativen Umgang mit Menschen mit Demenz in der Pflege einen größeren Raum zu geben und nachhaltig zu stärken, veranstalteten wir sehr erfolgreich, mit Unterstützung der Bürgerstiftung Leipzig einen überregionalen Fachtag. Referenten aus den Bereichen de Kunst- und Musiktherapie, der Sozialpädagogik und der Pflege- und Gesundheitswissenschaft debattierten über Erfahrungen und neueste Forschungsschwerpunkte. Über hundert Teilnehmer, größtenteils aus Pflegeberufen waren von der Fachtagsveranstaltung mit seinem vielfältigen Programm sehr begeistert. Viele empfanden die umfangreichen und interessanten Informationen als große Bereicherung für ihre weitere Arbeit. Dies zeigt deutlich, dass in der Öffentlichkeit die Bedeutsamkeit dieser Thematik immer mehr zunimmt und ein Mehrbedarf an Informationen vorhanden ist.

 

Unser Fachtagsprogramm beinhaltete sechs abwechslungsreiche und informative Fachvorträge:

  • Michael Ganß, Kunsttherapeut und Gerontologe berichtete in seinem Vortrag: "Blickwechsel - Kunsttherapie mit Menschen in mittlerer und fortgeschrittener Demenz" über die Möglichkeiten der Kunsttherapie mit Menschen mit Demenz
  • Dr. Dorothea Muthesius, Soziologin und Musiktherapeutin verwies in ihrem Referat: "Mein Vater war wirklich ein Wandersmann. In Musik gegossene Lebenserfahrungen" auf die Unverzichtbarkeit der Musik in der Arbeit mit alten Menschen
  • Katharina Sadowski, Dipl. Pflege und Gesundheitswissenschaftlerin von der medizinischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg stellte die 10-Minuten-Aktivierung für Menschen mit fortgeschrittener Demenz vor
  • Christa Richter, Heimleiterin des Leipziger Seniorenzentrums "An der Weißen Elster" informierte über die Validation nach Naomi Feil und deren praktischen Anwendungsmöglichkeiten

 

Über die Wirkung der Clownerie für Menschen mit Demenz wurden zwei Vorträge gehalten:

  • Zwei Heilpädagogik-Absolventinnen der Katholischen Fachhochschule Freiburg, die in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Altenpflegeheim "Matthias Claudius" und unserem Verein, Clowns & Clowns e.V., eine qualitative Studie entwickelten, hielten ihren Vortrag zum Thema: "Welche Wirkung hat die Clownsarbeit auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz, die in Altenheimen leben?"
  • Zwei unserer Gesundheitsclowns, Sophie Hanses-Ketteler ("Mona Sesam") und Gerhard Neumcke ("Kaspar Knilch") hielten einen Beitrag über die Wirkungsmechanismen der Clownerie für Menschen mit Demenz. Die Grundlage des Vortrages bildete dabei die Abschlussarbeit von Birke Tegethoff, Sozialpädagogin und ebenfalls Mitglied in unserem Verein. In ihrer Arbeit wurde nach umfangreichen Beobachtungen, die Clownsarbeit in den Kontext der gegenwärtigen praktischen und theoretischen Ansätze zum Umgang mit Menschen mit Demenz eingeordnet und hervorgehoben, woraus sich eine Methodologie des Gericlowns ergibt, aus der der Clown individuell wählen kann. Außerdem ist es ihm möglich, mittels seiner emotionalen Echtheit und empathischen Grundhaltung ein Grundbedürfnis nach Nähe und Zuneigung - zumindest im Moment der Begegnung - zu erfüllen.

 

Einige Eindrücke über unseren Fachtag von Teilnehmern:

  • Studentin: "Danke, dass ihr dieses wichtige Thema so präsent macht! Gern mehr!"
  • Ergotherapeutin: "Es war ein wirklich sehr gelungener erster Fachtag! Weiter so!"
  • Krankenschwester: "Diese Form der Weiterbildung würde ich gern öfters besuchen dürfen."
  • Physiotherapeutin und Klinikclown: "Ich habe die Referenten als sehr authentisch und empathisch mit fundierten Kenntnissen und ständiger Selbstreflexion erlebt. Großartig! Ich bedaure das Personal des durch uns betreuten Pflegeheimes nicht zur Teilnahme animiert zu haben."

 

Im Rahmen unserer Fachtagsveranstaltung fand am darauffolgenden Tag zusätzlich unser Praxisworkshop "In jedem steckt ein Clown" statt. Interessierte konnten an Basisübungen teilnehmen und der Clownsfigur näher kommen. Auch hier hatten alle Teilnehmer viel Spaß und Freude.

PDF Flyer Fachvortrag: ghv

Vortrag auf der SenNova-Bühne beim 9. Deutscher Seniorentag 2009 (8. - 10. Juni 2009)

Unsere Clowns informierten auf dem Seniorentag mit einem Vortrag "Humor - Begegnung - Aktivierung. Der Clown als Grenzgänger in Senioren- und Pflegeeinrichtungen" am Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 15Uhr auf der SenNova-Bühne über unsere Arbeit. Zudem war unser Verein auch an den vorhergehenden Tagen auf dem Seniorentag vertreten: zum einen als Teil des Netzwerkes "Generationen gestalten Gemeinsamkeiten" und zum anderen als aktive Clowns im Getümmel.

 

Vortrag über die Ergebnisse einer von uns mit begleiteten Studie am 26. Mai 2009 im Pflegeheim "Matthias Claudius" in der Weissenfelser Strasse

Im Herbst 2008 begleitete ein Team vom Fachbereich Heilpädagogik der Katholischen Fachhochschule in Freiburg unsere Clowns im Pflegeheim "Matthias Claudius" in der Weißenfelser Straße. Das Team untersuchte dabei die Wirkung der Clownsarbeit auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz, die in Altersheimen leben. Ziel des Vortrages war Angehörigen, Pflegepersonal und der interessierten Öffentlichkeit einen tieferen Einblick über die Arbeitsweise der Clowns mit Menschen mit Demenz zu geben.

 

Vortrag beim Fachtag "Humor in der Therapie" im  Julius Garten e.V. am 25. April 2009 in Stuttgart

Im Frühjahr 2009 hielten unsere Clowns bei JuliusGarten e.V. am 25. April 2009 einen Vortrag zum Thema: "Clowns und Seniorenarbeit". Zudem begeisterten unsere Clowns mit einem Clownsauftritt das Publikum und hielten es auf Trab.

 

Vortrag bei dem 5. Symposium "KunstTherapie in der Altenarbeit" im November 2008

Am 7. und 8. November 2008 hielten unsere Clowns auf dem 5. Symposium "KunstTherapie in der Altenarbeit - Künstlerische Therapien für Menschen mit Demenz" in Stuttgart einen Vortrag über "Potentiale der therapeutischen Clownerie" und gaben einen Praxisworkshop. Die Besonderheiten der Interaktion von Clowns und Menschen mit Demenz standen dabei im Mittelpunkt.